Abstract
- In diesem Beitrag wird ein neues laserbasiertes 3D-Metalldruckverfahren zur Herstellung von porösen und dadurch definiert wasserabführenden Verlaufsstrukturen vorgestellt. Im Unterschied zum konventionellen 3D-Metalldruck, bei dem eine relative Dichte > 99 % des Vollmaterials sowie vergleichbare mechanische Eigenschaften angestrebt werden, zeichnet sich das neue Verfahren durch die Bereitstellung von metallischen Funktionsschichten mit einer definiert einstellbaren Porosität bzw. Dichtegradienten aus. Dazu werden im Laserdruckverfahren durch die Varia-tion der Füllalgorithmen kleine kapillarwirkende Öffnungen im Gefüge erzeugt. Es wird gezeigt, dass sich die was-serabführende Wirkung der lasergedruckten Funktionsschichten über die Strukturkenngrößen Porengröße sowie Porendichte definiert einstellen lässt. Als ein erstes Anwendungsfeld mit hohem Innovationspotenzial wird der Ein-satz von porösen wasserabführenden Funktionsschichten in formgebenden Werkzeugen zur Herstellung von Indust-riekeramiken vorgestellt. Hierbei bestand die besondere Herausforderung, einerseits das beim Pressen von wasser-haltigem Ton rückständig verbleibende Wasser ausreichend abzuführen; gleichzeitig aber auch die Porenfreiheit der Funktionsfläche des Abformwerkzeugs sowie eine geringe Rauigkeit des Formlings zu gewährleisten.