Proof of Concept zur Modellierung anatomisch orientierter Wirbelsäulen in digitalen Menschmodellen Konferenzpaper uri icon

 

Abstract

  • In der Fallrekonstruktion sind digitale Menschmodelle unverzichtbar, um komplexe Szenarien im Bereich der Tathergangsanalyse zu rekonstruieren und Hypothesen zu überprüfen. Bestehende Modelle weisen eine starke strukturelle Variabilität auf und betonen vermehrt die Effizienz als die anatomische Genauigkeit. Besondere Limitationen bestehen im Bereich der Wirbelsäule. Durch Modifikationen wurden bestehende Menschmodelle durch digitale Wirbelsäulen erweitert, um eine präzisere Darstellung von Bewegungen zu ermöglichen. Grundlage hierfür waren personen-spezifische Körperhaltungen aus dem Forschungsprojekt COMBI, die in einem digitalen Referenzraum untersucht wurden. Hinsichtlich der Analyse der verschiedenen Wirbelsäulenmodelle zur Abbildung der menschlichen Bewegung wurde zunächst in der Open-Source-Applikation Blender ein Add-on entwickelt, das ein automatisiertes Tracking sowie die Ableitung von 3D-Gelenkkoordinaten für sowohl statische als auch dynamische Prozesse ermöglicht. Diese Koordinaten bildeten die Grundlage für einen numerischen Vergleich der Wirbelsäulenmodelle unter Einbezug verschiedener Metriken, wie die Quadratwurzel des mittleren quadratischen Fehlers (RMSE). Durch die Modifikation der Menschmodelle bietet sich eine Verbesserung und Unterstützung für mögliche forensische Anwendungen.