Abstract
- Anhand eines realen Falls wird ein digital-anthropometrischer Rigabgleich zwischen einer tatverdächtigen Person und einem Täter bei einem bewaffneten Raub evaluiert. Den Gutachtern bzw. Gutachterinnen lag Videomaterial von der Tat, sowie Vergleichsvideos vor. Von besonderem Interesse sind verschiedene Kameraperspektiven und der Prozess der Synchronisation. Somit konnte das personenspezifische Rig mit dem Tatvideo und dem Vergleichsvideo abgeglichen werden. Diese Ergebnisse wurden evaluiert und führten zu neuen Erkenntnissen für die numerische Bewertung von digital-anthropometrischen Rigs in der Strafverfolgung. Durch die Möglichkeit der Synchronisation verschiedener Kameras erfolgte eine neuartige Verortung des Täters im 3D-Modell des Ereignisortes. Es konnten sowohl handerstellte Rigs, als auch Algorithmus basierte Rigs zur Evaluierung genutzt werden.