Nasschemische Elektrolyt- und Prozessentwicklung sowie Charakterisierung von Iridium- und Iridiumlegierungsschichten für Kontaktanwendungen Drittmittelprojekt uri icon

Abstract

  • Die Bearbeitung dieses AiF geförderten Themas erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Edelmetalle und Metallchemie FEM in Schwäbisch Gmünd. Ziel ist die Entwicklung von Iridium- und Iridiumlegierungselektrolyten zur Beschichtung von elektrischen Steck- und Schleifkontakten. Für die Verbesserung der Verschleißeigenschaften von Steck- und Schleifkontakten ist die Elektroindustrie in hohem Maße an Alternativen zur kostenintensiven Verwendung von Hartgoldschichten interessiert. Iridium ist besonders aufgrund seiner sehr hohen Härte und guten Leitfähigkeit eine mögliche Option. Im Rahmen des Projektes werden Iridiumelektrolyte auf der Basis von wässrigen Systemen untersucht. Im Fokus der Untersuchungen steht der Einfluss verschiedener Additive auf die Abscheiderate und die Schichteigenschaften, sowie die Möglichkeit gezielt Legierungsmetalle in eine Iridiummatrix einzubauen und damit optimale Schichteigenschaften für Kontaktanwendungen zu erzielen. Weiterhin erfolgt die Charakterisierung der Schichten, durch die Bestimmung von Härte und Verschleiß, sowie der elektrischen Leitfähigkeit und der Löt- und Bondbarkeit der abgeschiedenen Schichten. Das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie FEM führt parallel zur Elektrolytentwicklung an der Hochschule Mittweida die Simulation der elektrochemischen Abscheidung durch. Durch den Abgleich des Simulationsmodels mit den realen Schichtdickenverhältnissen, kann die Abscheidung später sehr präzise simuliert und mögliche Probleme vorhergesagt werden, sodass der Upscaling-Prozess optimiert wird.

Laufzeit

  • Juli 1, 2015 - Juni 30, 2017

Projektnummer

  • 8221303