Abstract
- Für Wärmeübertrager werden nach aktuellem Stand der Technik Plattenwärmeübertrager und Rohrbündelapparate eingesetzt, welche Kompaktheiten von 500 m² Wärmeübertragerfläche pro 1 m³ Volumen erreichen. Durch das am Laserinstitut Hochschule Mittweida bereits seit 2001 angewendete generative Fertigen von Metallbauteilen mit Strukturauflösungen bis zu 35 μm soll die Masse von Wärmeübertragern erheblich reduziert und eine Kompaktheit von bis zu 10.000 m²/m³ erreicht werden. Bereits in einem Vorlaufprojekt mit dem ILK Dresden konnte die generelle geometrische Erzeugbarkeit der erforderlichen Mikrostrukturen nachgewiesen werden. Der erste Demonstrator wies jedoch Defizite in der absoluten Dichtheit auf und die Fertigungszeit war noch relativ hoch. In vorliegender Veröffentlichung sollen dahingehende Problemlösungen und Prozessoptimierungen vorgestellt werden. Der geplante Demonstrator des Mikro-Wärmeübertragers soll bei erfolgreicher Umsetzung eine Leistung von etwa 5 - 10 kW bei einem wirksamen Volumen von 1 cm³ übertragen, was eine enorme Steigerung der Leistungsdichte gegenüber dem Stand der Technik darstellt.